Der BROADVIEW Mitschnitt-Service zieht um.

Liebes Leser,
um alles unter einem Dach zu haben, ziehen wir unser komplettes VOD-Angebot innerhalb Vimeos um. Von nun an finden Sie sämtliche Filme unter dieser Adresse
vimeo.com/broadviewvod

oder über unseren Mitschnitt-Service
vod.broadview.tv/de/home/

Viel Spaß und viele Grüße,
Ihr BROADVIEW-Team

 

Dear readers,
to gather all our VODs beneath the same roof, we move our complete VOD range inside VIMEO.
From now on, you’ll find all our films at this address
vimeo.com/broadviewvod

or you can check out our recording-service
vod.broadview.tv/en/home/

Enjoy and best regards,
your BROADVIEW-Team

BROADVIEW-Sales Manager im Interview

Philipp Hoffmann

Philipp Hoffmann

Für das aktuelle Magazin der Film- und Medienstiftung NRW gab unser Sales Managar Philipp Hoffmann ein Interview. Der deutsche Video-on-Demand-Markt setzte 2012 69 Millionen Euro um. Hoffmann erklärt im Gespräch mit Reinhard Kleber, welche Zukunftschancen der Markt hat.

Wie entwickelt sich der VoD-Markt hier und international?

Der VoD-Mart ist in Europa extrem fragmentiert. Jedes Land hat einen anderen Entwicklungsstand. Relativ weit fortgeschritten sind Großbritannien und Frankreich, während viele andere Länder, auch Deutschland, Jahre hinterher hinken. Das gilt vor allem im Vergleich zu den USA, wo VoD ernsthafte Umsätze generiert. Dort gelingt das nicht nur den Studios, sondern auch Anbietern bis in den Arthouse-Bereich. Das Wachstum in Deutschland lässt sich derzeit schwer beziffern, weil die Plattformen kaum Zahlen veröffentlichen.

Warum hinkt Deutschland so hinterher?

Weil wir noch einen relativ stabilen DVD-Markt haben, der in anderen Teilen der Welt geradezu eingebrochen ist. Und es gibt zu wenig attraktive Angebote. Es ist kein Pionier in Sicht, der den Markt so massiv entwickelt, wie das Netflix in den USA gelungen ist. Gerade ist Vivendi Deutschland mit der Plattform Watchever online gegangen, die sich an das Netflix-Modell anlehnt. Man wird sehen, ob sie unseren Markt verändert.

Wie schätzen Sie die kurzfristigen Chancen der Plattformen ein?

Durchweg positiv. Dass sich ein großer Player auf den deutschen Markt wagt, ist ein gutes Zeichen. Was fehlt, ist ein ernsthafter Wettbewerb zwischen den Plattformen. Der würde für Rechteinhaber und Zuschauer viele Vorteile bringen.

Inwieweit hemmt die fixierte Verwertungskaskade bei Filmen die deutsche VoD-Entwicklung?

Wenn man in die USA oder nach Großbritannien schaut, wo es keine gesetzlichen Regelungen für Auswertungsfenster gibt und Filme zeitgleich zum Kinostart auch online erhältlich sind, sprechen die Zahlen für sich. Durch eine einheitliche Marketingkampagne für beide Auswertungswege kann ein erheblicher Mehrumsatz generiert werden. Die Gelehrten streiten noch, ob das zu Lasten des Kinos geht. Ein paralleler Start spart Marketingkosten, weil die Anbieter nicht mehr zwei Werbekampagnen innerhalb weniger Monate fahren müssen.

Sollte Deutschland die angelsächsische Praxis übernehmen?

Ganz allgemein formuliert ist es eine nachdenkenswerte Lösung. Sie passt aber nicht auf jeden Film. Man sollte sie verstehen als Erweiterung der Möglichkeiten, die optimale Auswertungsstrategie zu finden.

Die Novelle des Filmförderungsgesetzes sieht ja eine Verkürzung der Sperrfristen für VoD-Angebote vor. Wir sich der Trend zur Flexibilisierung bzw. Aufweichung der Verwertungskaskade längerfristig fortsetzen?

Unabhängig von persönlichen Vorlieben glaube ich, dass die Entwicklung in diese Richtung gehen wird. Im Zweifel werden die großen Player den Druck weiter erhöhen. In anderen Ländern wie etwa Russland betonen Produzenten und Verleiher, dass der simultane Start die einzig wirksame Möglichkeit ist, der Piraterie vorzubeugen. Zudem hat sich das Publikum inzwischen an die unmittelbare Verfügbarkeit von Inhalten gewöhnt und erwartet sie auch. Die Zeiten, in denen man die Auswertung eines Films über verschiedene Wege komplett kontrollieren konnte, sind weitgehend vorbei.

Welches sind jenseits der Fensterfrage die Haupthindernisse für eine VoD-Expansion?

Es ist ein Mix aus vielen Faktoren, von Leistungsbandbreiten über Kosten bis zu Lizenzfragen. Die beiden Hauptbremser sind wohl der Mangel an attraktiven Inhalten und der Brückenschlag vom Internet zum Fernseher. Viele Leute suchen gerne Filme online, sehen sie aber lieber auf dem Fernseher als auf dem Computermonitor.