Der BROADVIEW Mitschnitt-Service zieht um.

Liebes Leser,
um alles unter einem Dach zu haben, ziehen wir unser komplettes VOD-Angebot innerhalb Vimeos um. Von nun an finden Sie sämtliche Filme unter dieser Adresse
vimeo.com/broadviewvod

oder über unseren Mitschnitt-Service
vod.broadview.tv/de/home/

Viel Spaß und viele Grüße,
Ihr BROADVIEW-Team

 

Dear readers,
to gather all our VODs beneath the same roof, we move our complete VOD range inside VIMEO.
From now on, you’ll find all our films at this address
vimeo.com/broadviewvod

or you can check out our recording-service
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Enjoy and best regards,
your BROADVIEW-Team

5. April 1994

„Ich habe etwas auf dem Boden bemerkt und dachte erst, es wäre eine Schaufenster-Puppe. Dann habe ich ein bisschen genauer hingeschaut und oh man, das war eine Person. Ich schaute noch genauer hin und konnte Blut, ein Ohr und eine Waffe auf seiner Brust sehen.“ [Gary Smith]

8. April 1994 – der Elektriker Gary Smith findet die Leiche der Legende Curt Cobain. Geliebt, Verehrt, Gefeiert und doch im Alter von 27 Jahren für immer tragisch aus dem Leben verschwunden.  Es gibt keine Grabstelle zu der Nirvana-Fans zum 20. Todestag ihres Idols am 5. April pilgern können. Seattles Behörden verweigerten eine offizielle Grabstätte. Man fürchtete einen Ansturm von hysterischen Anhängern des Grungestars.

Kurt Cobain in der BROADVIEW-Dokumentation "TOO young TO DIE"

Kurt Cobain in der BROADVIEW-Dokumentation „TOO young TO DIE“

Ein Mann mit hohem Stellenwert. Bis heute hallt die Präsenz der Erfolgsband Nirvana nach. Eine Band die wohl Millionen Jugendliche zum Musikmachen brachte. Für Cobain war die Musik Zuflucht. Nirgends fühlte er sich geborgen und geliebt.  Das Gefühl Ausgestoßen zu sein konnte er nur noch mit Drogen ertragen. Als ihm wohl nichts und niemand mehr helfen kann, schießt er sich am 5. April 1994 im Heroinrausch in den Kopf. Er hinterlässt seine Frau Courtney Love, seine damals zweijährige Tochter und Millionen von trauernden Fans.  Das tragische Ende einer wahrlich begabten Legende.

Geboren wird  Kurt Cobain als Sohn von Donal Leland Cobai und Wendy Elizabeth Fradenburg. Zusammen mit seinen Eltern und dem Bruder Kimberly Dawn Cobain verbringt er seine Kindheit in Aberdeen, 140 Kilometer südwestlich von Seattle. Mit neun Jahren lassen sich seine Eltern scheiden. Kurt war ein hyperaktives Kind und nimmt unter anderem Ritalin. Mit dem neuen Lebensgefährten der Mutter kommt er nicht zurecht. Alsbald zieht er zu seinem Vater. Doch das erst gute Verhältnis verschlechtert sich zunehmend. In seinem späteren Song “Serve the Servants“ (1993) gibt es Andeutungen über die Beziehung zu seinem Vater:  “I tried hard to have a father, but instead I had a dad.“  Der junge Kurt lebt bei Verwandten und Freunden. Mit 18 Jahren zieht er zusammen mit seiner Freundin Tracy Marander nach Olympia, Washington. Kurt Cobain schreibt seinen ersten Song „About a Girl“.

1987 entsteht die Band Nirvana.  „Das würde der Rest meines Lebens sein – in einer Band spielen, auf Tour gehen, Konzerte geben und von Zeit zu Zeit meine Lieder im Radio hören. Das war’s auch schon”  Doch schnell landet die gewollt provokative Band Erfolge. Mit “Smells like teen Spirit oder “Come as you are” schaffen sie eine neue legendäre, wilde und wütende Musikrichtung: Grunge. Der Erfolg wächst täglich. Die Fans sind fanatisch. Die Band wird geliebt. Bis heute ist Kurt Cobain eine der Legenden überhaupt. Zusammen mit Nirvana veröffentlicht er zwar nur vier Alben, jedoch hatte er sich mit seinen Songs über Liebe, Gewalt, Drogen und Hoffnungslosigkeit zum Wortführer einer desillusionierten Generation hochgespielt. Trotz seiner Abscheu von Kommerz und Erfolg verkaufen sich seine Alben millionenfach.

Doch Cobain verfällt wie viele Musiker machtlos dem Heroin. Nach der Veröffentlichung des Albums Nevermind 1991 spritzt er sich regelmäßig. Kurt startet sechs Therapieanläufe – vergeblich. Er kommt nicht von den Drogen weg. Mit einer  Überdosis Heroin und den letzten Worten “It’s better to burn out than to fade away” stirbt er am 5. April am Kopfschuss seiner Schrotflinte. Bei der öffentlichen Trauerfeier fordert seine Freundin Courtney Love auf: „Er ist so ein Arschloch. Ich möchte, dass ihr alle laut Arschloch sagt.“

War Kurt Cobain ein „Arschloch“? War er ein drogenabgängiger, verwahrloster Musiker der Genration X  mit Freitod am Ende eines traurigen Lebens? Oder ist es wie Nirvana-Bassist Novoselic sagt:  „Wir wollen Kurt so in Erinnerung behalten, wie er war: einfühlsam, großmütig und lieb.“

Gesucht sind Antworten auf viele der ungeklärten Fragen.  Kurt Cobain – Eine Überdosis Ruhm beleuchtet das Leben von Kurt Cobain, seine schwierige Kindheit, seine Liebe zur Musik und sein Erfolg im Schatten seines Freitods.

Die Dokumentation Kurt Cobain – Eine Überdosis Ruhm aus der Reihe TOO young TO DIE ist hier auf Vimeo oder hier auf Watchever erhältlich.

Die BROADVIEW-Vimeothek

Für kalte und heimelige Herbstabende bieten wir drei unserer besten Dokumentationen zum Ausleihen oder Kaufen in der BROADVIEW-Vimeothek:

1913 – Der Tanz auf dem Vulkan

1913 ist das letzte friedliche Jahr vor dem Ersten Weltkrieg. Die Künstler erahnen in ihren Werken schon die düsteren Zeiten: Autoren schreiben verzweifelte Texte, Maler zerstören Perspektiven und Igor Stravinsky schafft mit „Le Sacre du Printemps“ den aggressiven Soundtrack zur kulturellen Revolution. Bei der Uraufführung am 29. Mai 1913 kommt es zum Eklat: Das Pariser Publikum reagiert empört auf die brachiale Stravinkys Musik.

Die Dokumentation „1913 – Der Tanz auf dem Vulkan“ geht „Le Sacre du Printemps“ und seiner Zeit auf den Grund. In elf Kapiteln entwirft ein sechsköpfiges Autorenteam das spannende Mosaik eines aufregenden Kulturwandels: Stalin und Hitler leben zeitgleich in Wien, lange bevor sie Tyrannei und Schrecken über Europa bringen. Währenddessen feiern die Könige des alten Europas in Berlin die Hochzeit von Preußens Prinzessin Viktoria Luise und ahnen nicht, dass sie schon bald ihre Macht verlieren. Und Künstler wie Coco Chanel, Picasso, Kafka und Stravinsky reagieren mit ganz neuen Ausdrucksformen auf den gesellschaftlichen Bruch.

„Das Wunder von Bern“ in der Vimeothek

Heute starten wir die Broadview-Vimeothek mit unserer preisgekörnten Dokumentation „Das Wunder von Bern“.

Am 4. Juli 1954 warteten Millionen Deutsche vor ihren Radiogeräten auf die erlösenden Worte von Radioreporter Herbert Zimmermann: „Aus, aus, auuus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister!“ Schnell ist der Mythos geboren von den „Helden von Bern“. Alle Deutschen fühlen sich als Weltmeister, der Sieg wird gefeiert als die eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik.
Diese Dokumentation erzählt die Entstehung des größten deutschen Fußballmythos aller Zeiten.

Mit 90 Minuten ist er genauso lang und beinahe so spannend wie das Spiel selbst. Doch der Film endet nicht mit dem Schlusspfiff, sondern zeigt auch, was aus den Siegern und den ungarischen Verlierern geworden ist. Auch unangenehmen Themen wie den Doping-Vorwürfen gegen die deutschen Spieler gehen die Filmemacher nach. Wird der Mythos standhalten?

Der Film wurde 2004 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Dokumentation ausgezeichnet.

„Das Wunder von Bern“ kann hier auf Vimeo ausgeliehen und gekauft werden.