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Die wahren Künstler stecken ihre Nase ins Kokain – und tummeln sich am Montparnasse. Dieser festen Überzeugung war zumindest der Autor Apollinaire. Eine allumfassende Kokain-Sucht wollen wir den Künstlern des Jahres 1913 nicht unterstellen. Allerdings steckten sie in einem unglaublich produktiven Schaffensprozess – und tummelten sich wie heute am Montparnasse.

Paris entwickelte sich 1913 nämlich zum kreativen Zentrum Europas, wenn nicht sogar der Welt. Die Stadt war Treffpunkt, Wohnraum, Inspirationsquelle und Reiseziel für Künstler wie Picasso, Sartre, Debussy, Mrac, Braques, Matisse, Duchamp und Proust.

Die Kunsthistorikerin Cécile Debray nimmt uns in unserem Film „1913 – Tanz auf dem Vulkan“ mit auf eine Reise durch Paris und wandelt auf den Spuren der Kreativen, die die Kunst revolutionierten.

Die komplette kulturelle Stadtführung ist in unserem Film „1913 – Tanz auf dem Vulkan“ am 29. Mai um 20.15 Uhr auf Arte zu sehen.

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29. Mai 1913: Die Premiere „Le Sacre du Printemps“ wird zum Skandal. Der Choreograf Vaslav Nijinsky hat zu Igor Strawinskys aggressiver Musik nicht minder kraftvolle Tänze inszeniert. Dies verstört das Pariser Publikum so sehr, dass es zu einer legendären Aufruhr im Theatersaal kommt. Ein kultureller Urknall: Denn nach der Premiere von „Sacre“ wird in der Musik nichts mehr so sein wie zuvor.

Dieser Ausschnitt aus unserem Film „1913 – Der Tanz auf dem Vulkan“ macht deutlich, welche kriegsähnlichen Zustände im Pariser Théâtre des Champs Elysées herrschten – und mit welch charmanter Eleganz sich Igor Stranwinsky dem Tumult entzog.

Unser Film „1913 – Der Tanz auf dem Vulkan“ läuft am 29. Mai um 20.15 Uhr auf Arte.