60 Jahre „Das Wunder von Bern“

„Aus, aus, aus, das Spiel ist aus! Deutschland schlägt Ungarn! Deutschland ist Weltmeister!“ Diese Worte brachten heute vor genau 60 Jahren eine ganze Nation zum Jubeln. Deutschland wurde zum ersten Mal in der Geschichte Fußball-Weltmeister. Es war ein Sieg mit dem niemand gerechnet hatte – es war das Wunder von Bern.

Als klarer Außenseiter startete die deutsche Elf in die Partie gegen den Titelfavoriten Ungarn. Und es trat genau das ein, was alle befürchtet hatten: Nach nur acht Minuten lag die Mannschaft von Sepp Herberger bereits mit zwei Toren zurück. Keiner rechnete mehr mit einem Umbruch. Doch die Mannschaft rappelte sich auf und es gelang ihr in nur zehn Minuten durch die Tore von Morlock und Rahn mit den Ungarn gleichzuziehen. Das Spiel war wieder ausgeglichen und ein Fußballkrimi auf Augenhöhe begann. Nur wenige Minuten vor Schluss sorgte Rahn für die Erlösung. „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt, Toooor, Tooor, Toooor!“ Die Worte des Radioreporters Herbert Zimmermann ließen in ganz Deutschland die Depression der Nachkriegszeit kurz vergessen.

Unsere Dokumentation „Das Wunder von Bern – Die wahre Geschichte“ zeigt die dramatischen Minuten, die in die Sportgeschichte eingingen:

Das Wunder von Bern (Ausschnitt) from BROADVIEW TV on Vimeo.

60 Jahre nach dem Wunder von Bern steht die deutsche Nationalelf heute im Viertelfinale gegen Frankreich. Vielleicht hören wir ja Tom Bartels schreien: „Aus dem Hintergrund müsste Müller schießen, Müller schießt, Tooor!“

Die Dokumentation „Das Wunder von Bern – Die wahre Geschichte“ kann hier auf Vimeo ausgeliehen und gekauft werden.

Die BROADVIEW-Vimeothek

Für kalte und heimelige Herbstabende bieten wir drei unserer besten Dokumentationen zum Ausleihen oder Kaufen in der BROADVIEW-Vimeothek:

1913 – Der Tanz auf dem Vulkan

1913 ist das letzte friedliche Jahr vor dem Ersten Weltkrieg. Die Künstler erahnen in ihren Werken schon die düsteren Zeiten: Autoren schreiben verzweifelte Texte, Maler zerstören Perspektiven und Igor Stravinsky schafft mit „Le Sacre du Printemps“ den aggressiven Soundtrack zur kulturellen Revolution. Bei der Uraufführung am 29. Mai 1913 kommt es zum Eklat: Das Pariser Publikum reagiert empört auf die brachiale Stravinkys Musik.

Die Dokumentation „1913 – Der Tanz auf dem Vulkan“ geht „Le Sacre du Printemps“ und seiner Zeit auf den Grund. In elf Kapiteln entwirft ein sechsköpfiges Autorenteam das spannende Mosaik eines aufregenden Kulturwandels: Stalin und Hitler leben zeitgleich in Wien, lange bevor sie Tyrannei und Schrecken über Europa bringen. Währenddessen feiern die Könige des alten Europas in Berlin die Hochzeit von Preußens Prinzessin Viktoria Luise und ahnen nicht, dass sie schon bald ihre Macht verlieren. Und Künstler wie Coco Chanel, Picasso, Kafka und Stravinsky reagieren mit ganz neuen Ausdrucksformen auf den gesellschaftlichen Bruch.

„Das Wunder von Bern“ in der Vimeothek

Heute starten wir die Broadview-Vimeothek mit unserer preisgekörnten Dokumentation „Das Wunder von Bern“.

Am 4. Juli 1954 warteten Millionen Deutsche vor ihren Radiogeräten auf die erlösenden Worte von Radioreporter Herbert Zimmermann: „Aus, aus, auuus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister!“ Schnell ist der Mythos geboren von den „Helden von Bern“. Alle Deutschen fühlen sich als Weltmeister, der Sieg wird gefeiert als die eigentliche Geburtsstunde der Bundesrepublik.
Diese Dokumentation erzählt die Entstehung des größten deutschen Fußballmythos aller Zeiten.

Mit 90 Minuten ist er genauso lang und beinahe so spannend wie das Spiel selbst. Doch der Film endet nicht mit dem Schlusspfiff, sondern zeigt auch, was aus den Siegern und den ungarischen Verlierern geworden ist. Auch unangenehmen Themen wie den Doping-Vorwürfen gegen die deutschen Spieler gehen die Filmemacher nach. Wird der Mythos standhalten?

Der Film wurde 2004 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Dokumentation ausgezeichnet.

„Das Wunder von Bern“ kann hier auf Vimeo ausgeliehen und gekauft werden.