Aufbruch in die Krise

Aufbruch in die Krise

Nicht erschrecken! Zum Jahreswechsel aktiviert BROADVIEW einen Zeitstrudel, der 100 Jahre zurück in die Vergangenheit führt.

1914 war ein spannendes Jahr voller Chancen, in denen sich in Kunst und Kultur neue Wege auftaten und das Alte Europa zu verschwinden begann. Wie konnte es unter diesen positiven Vorzeichen zur ersten großen Krise des letzten Jahrhunderts kommen? Wieso brach 1914 der Erste Weltkrieg aus?

In unerem Multimediaprojekt „1914 – Aufbruch in die Krise“ beschäftigen wir uns genau mit diesen Fragen. Die Geschichte, wie ein Europa mit den besten Zukunftschancen in einen blutigen Krieg mit unvorstellbar schrecklichen Folgen geraten konnte, ist spannend wie ein Thriller. Ein Polit-Krimi, den wir auf unserer interaktiven Seite mit Videos, Grafiken, Bilderstrecken und Texten zum Leben erwecken. Welche Schlüsse können wir aus der Geschichte ziehen – was können wir im Europa des Jahres 2014 besser machen als unsere Vorfahren vor 100 Jahren?

Wir wünschen aufregende Stunden im Jahr 1914 und einen guten Start ins Jahr 2014!

www.aufbruchindiekrise.de

Die BROADVIEW-Vimeothek

Für kalte und heimelige Herbstabende bieten wir drei unserer besten Dokumentationen zum Ausleihen oder Kaufen in der BROADVIEW-Vimeothek:

1913 – Der Tanz auf dem Vulkan

1913 ist das letzte friedliche Jahr vor dem Ersten Weltkrieg. Die Künstler erahnen in ihren Werken schon die düsteren Zeiten: Autoren schreiben verzweifelte Texte, Maler zerstören Perspektiven und Igor Stravinsky schafft mit „Le Sacre du Printemps“ den aggressiven Soundtrack zur kulturellen Revolution. Bei der Uraufführung am 29. Mai 1913 kommt es zum Eklat: Das Pariser Publikum reagiert empört auf die brachiale Stravinkys Musik.

Die Dokumentation „1913 – Der Tanz auf dem Vulkan“ geht „Le Sacre du Printemps“ und seiner Zeit auf den Grund. In elf Kapiteln entwirft ein sechsköpfiges Autorenteam das spannende Mosaik eines aufregenden Kulturwandels: Stalin und Hitler leben zeitgleich in Wien, lange bevor sie Tyrannei und Schrecken über Europa bringen. Währenddessen feiern die Könige des alten Europas in Berlin die Hochzeit von Preußens Prinzessin Viktoria Luise und ahnen nicht, dass sie schon bald ihre Macht verlieren. Und Künstler wie Coco Chanel, Picasso, Kafka und Stravinsky reagieren mit ganz neuen Ausdrucksformen auf den gesellschaftlichen Bruch.

#1913film @arte / Feedback

Bevor wir uns in diesem Blog endgültig vom Thema „1913“ verabschieden, möchten wir allen Zuschauerinnen und Zuschauern ganz herzlich für das tolle Feedback zu unserem Film danken! Es hat großen Spaß gemacht für dieses TV-Publikum das Jahr 1913 Revue passieren zu lassen! DANKE!

Hier eine Auswahl von Reaktionen:

(…) bin sofort kleben geblieben – Großartig!
text-burger31 auf Anders-anziehen.blogspot.com

Fazit: Spannende Dokumentation!Tweet von J. Holzhausen

Bitte unbedingt wiederholen!
Kata auf arte.tv

Une documentation excellente! Ça explique la naissance de la modernité.
Tweet von @werblei

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#1913film @arte (14)

Franz Kafka

Franz Kafka

In Kafkas Brautbrief vom Januar 1913 an Felice Bauer endet das Paar vor dem Schafott.
Kafka selbst wundert sich: „Aber was läuft mir denn da alles durch den Kopf?“, „Das macht die 13 in der Jahreszahl.“

So läutet Kafka das Jahr 1913 in der Weltliteratur ein: mit einer Gewaltphantasie.

Das Leben und die Werke dieses literarischen Genies sind geprägt vom Zwiespalt, vom ewigen Kampf mit sich selbst und der Selbstkritik. Da gibt es den tyrannischen Vater, den er verabscheut, von dessen Autorität er sich aber doch nie befreien kann. Und da ist seine Beziehung zu Felice Bauer. Er verzehrt sich nach ihrer Liebe, hat aber auf der anderen Seite den Wunsch nach Einsamkeit und künstlerischer Askese, da Felice „den Feind der Arbeit“ darstellt.

An dem Tag als Kafka aus Prag abreisen soll, um Felice zu besuchen und ihr einen Antrag zu machen, – der sechs Wochen später wieder aufgelöst wird – schreibt er noch auf den Umschlag in einen Brief an sie: „ Noch immer unentschieden. Franz.“
Vier Worte, eine Autobiographie.

Mehr zu Kafka, Proust, Musil & Co. Auf Vimeo oder am 29.05.2013 um 20:15 Uhr auf Arte Deutschland.