Große Zeitzeugen-Suche auf bild.de!

zug in die Freiheit

Deutsche Botschaft Prag, 30. September 1989: Der Außenminister Hans-Dietrich Genscher spricht zu 5000 DDR-Flüchtlingen: „Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise…“ Der Rest des Satzes geht in Jubel unter. Doch auf die Freude folgt der Schock: Die Züge, die die Flüchtlinge in den Westen bringen, nehmen einen Umweg durch die DDR. Eine Fahrt voller Anspannung, Ungewissheit, aber auch Hoffnung beginnt.

In unserem Film „Zug in die Freiheit“ erzählen wir diese emotionale Reise in 90Minuten. Die Doku wird 2014 in der ARD gezeigt. Gemeinsam mit der BILD-Zeitung suchen wir nach Menschen, die das historische Ereignis miterlebt haben.

In der ehem. DDR aufgesprungen

In der ehem. DDR aufgesprungen

Regie führen unser Geschäftsführer Sebastian Dehnhardt und Matthias Schmidt. 2009 dokumentierten die Filmemacher bereits die Leipziger Friedensdemonstrationen in dem mehrfach ausgezeichneten Film „Das Wunder von Leipzig“.

„Nur die Menschen, die bei der Zufahrt durch die DDR dabei waren, können wirklich vermitteln, wie aufwühlend die Flucht war“, sagt Dehnhardt. „Ohne sie können wir unsere Geschichte nicht erzählen.“ Schmidt ergänzt: „Dieser Teil der deutschen Geschichte wurde bisher kaum aufgearbeitet. Es ist unsere Verantwortung, ihn so genau wie möglich zu rekonstruieren.“

Wir suchen zum Beispiel Personen wie Jürgen, Jens und Ronny aus Reichenbach, denen es beim Lokwechsel gelungen ist, in einen der Züge zu steigen.

Waren auch Sie ein Flüchtling, der im Zug saß? Haben Sie die Flüchtlinge als Helfer unterstützt? Haben Sie an der Strecke für die Freiheit demonstriert? Oder erkennen Sie sich sogar auf einem der Bilder wieder? Dann melden Sie sich unter zugindiefreiheit@broadview.tv. Helfen Sie dabei, dieses wichtige historische Ereignis für die Nachwelt festzuhalten.

Ein Gedanke zu “Große Zeitzeugen-Suche auf bild.de!

  1. In den Oktobertagen 1989 war ich als diensthabender Direktionsdispatcher der Reichsbahndirektion Dresden an der eisenbahnseitigen Organisation der Durchführung der beiden Ausreise-Aktionen Botschaft Prag in die BRD sehr direkt beteiligt (jeweils die Nachtschichten 18 – 6 Uhr). Leider existieren keinerlei Aufzeichnungen, so dass ich nur aus dem (inzwischen etwas lückenhaften) Gedächtnis berichten könnte.
    MfG Frank Ittlinger

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