Unser „Zug in die Freiheit“ bewegt sich

Wir haben Großes vor: Unser Dokumentarfilm „Zug in die Freiheit“ soll mit aufwendigen Spielszenen bereichert werden. Nach vielen Monaten der Vorbereitungen, in denen wir feststellten, dass eine Zeitreise zurück ins Jahr 1989 sehr anstrengend ist, konnten wir die Dreharbeiten schließlich erfolgreich abschließen.

Die Dokumentation erzählt die Geschichte von über 10.000 DDR-Flüchtlingen, die 1989 die Botschaft in Prag besetzten und schließlich in die BRD ausreisen durften. Für die Dreharbeiten wurde eine originale Lok der DDR-Reichsbahn mitsamt Waggons in den kleinen Ort Pretzsch in Sachsen-Anhalt gebracht.

Set "Zug in die Freiheit"

Für die Dreharbeiten wurde eine originale DDR-Lok ans Set geholt.

Durch das sonst sehr verschlafenen aber idyllisch an der Elbe gelegene Örtchen fahren nur selten Züge. Doch das Filmteam rückte an dem Pretzscher Bahnhof mit einem Zug aus der Zeit der 80er Jahre an. Die Crew, die Schauspieler, die über 50 Komparsen, Hunde, Kinder, Kinderwagen, Militärfahrzeuge, Trabbis und Motorräder brachten ein buntes Treiben an den kleinen Bahnhof und erregten schnell die Aufmerksamkeit der Anwohner. Da die Flüchtlingszüge meistens nachts unterwegs waren, musste nach Einbruch der Dunkelheit gedreht werden.

Das Bahnhofsgelände Pretzsch wurde zwischenzeitlich zur Disko, zum Verhörzimmer und zum Büro von Stasi-Mitarbeitern. Kostüm und Maske nisteten sich in ein altes verlassenes Fabrikgebäude in der Nähe des Bahnhofs ein.

Matthias Schmidt und Sebastian Dehnhardt

Die Regisseure Matthias Schmidt (links) und Sebastian Dehnhardt.

Unter Regie von Sebastian Dehnhardt und Matthias Schmidt setzten sich Zug und Team immer wieder in Bewegung. Dem Zuschauer sollen die Geschehnisse in und um den geschichtsträchtigen Zug so realistisch wie möglich vermittelt werden. Wir haben das Gefühl, die Zeitreise ist uns gelungen.

Am 30. September wird „Zug in die Freiheit“ um 20:15Uhr auf Arte ausgestrahlt.