Das Excelsior Hotel Ernst im WDR

Excelsior Hotel Ernst

Excelsior Hotel Ernst – Freitag und Samstag im Fernsehen.

Am Fuße des Kölner Doms steht stolz seit mehr als einhundertfünfzig Jahren Kölns Grand Hotel. Das Excelsior Hotel Ernst. Eine Festung der Tradition und des guten Geschmacks. Es ist eines der letzten familiengeführten Luxushotels der Welt. Künstler, Könige, Wirtschaftsbosse und Politiker gehen hier seit Jahrzehnten ein und aus. Bundeskanzler Konrad Adenauer, Kaiserin Soraya, Karl May, die Kennedys und viele andere namhafte Persönlichkeiten haben hier Hotelgeschichte geschrieben.

Die traditionsreiche Luxusherberge ist seit der Gründung eine Kölner Institution, in der sich historische Ereignisse, persönliche Schicksale und unterhaltsame Anekdoten zugetragen haben. Der Film erzählt die facettenreiche Geschichte des Hauses, die auch ein Stück Kölner Stadt- und deutscher Zeitgeschichte ist. 

Während der britischen Besatzung

Das Hotel während der britischen Besatzung 1918

1863 öffnete das Hotel seine Pforten. Das besondere Highlight, was heute wohl eher als Zumutung empfunden würde: eine gigantische Baustelle. Über 600 Jahre nach der Grundsteinlegung bekam der Kölner Dom seine beiden, heute weltberühmten Türme. In der noblen Herberge gegenüber der Megabaustelle saßen damals die Gäste in der ersten Reihe und wurden Zeuge der architektonischen Meisterleistung. Einhundert Jahre später inspirierte der imposante Blick aus dem Hotelzimmer den Künstler Andy Warhol zu seinem berühmten Pop Art-Werk vom Kölner Dom.

Die wilhelminische Fassade des Hauses erzählt heute noch von den Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg, als Köln eine der schönsten Städte Deutschlands war. Im Schutze des mächtigen Doms blieb das Grand Hotel von den schweren Bombenangriffen, die 90 Prozent der Kölner Innenstadt in Schutt und Asche legten, weitgehend verschont. In der jungen Bundesrepublik erstrahlte das altehrwürdige Haus in neuem Glanz, als Köln repräsentative Aufgaben übernahm, die die neue Hauptstadt Bonn nicht leisten konnte. Staatschefs aus aller Welt beehrten die Domstadt. Der Kölner Dom – ein Muss auf der Agenda der hohen Diplomatie. Das Excelsior Hotel Ernst – die passende Bleibe für die hohen Gäste.

Hotel Ernst heute

Das Excelsior Hotel Ernst heute

Bis heute zählt das Excelsior Hotel Ernst zu den ersten Adressen der Welt. Das Grand Hotel durch zwei Weltkriege, politische und wirtschaftliche Krisen zu lenken und gegen die zunehmende Konkurrenz der internationalen Hotelketten zu behaupten, hat die Eigentümerfamilie oft vor große Herausforderungen gestellt. Seit fünf Generationen befindet sich das Excelsior im Besitz der Schweizer Hoteldynastie Kracht, die ihre Wurzeln in Köln hat. Der Liebe wegen verschlug es Ende des 19. Jahrhunderts den Eigentümer Karl Kracht nach Zürich. Doch an ihrem „Kölner Juwel“, wie es Charles Roulet, der heutige Eigentümer und Urenkel jenes Karl Kracht, nennt, hielt die Familie stets fest. Charles Roulet ist stolz auf sein Excelsior und freut sich, dass sich seine Kinder für die Laufbahn in der Hotellerie entschieden haben, um das Haus eines Tages in sechster Generation zu übernehmen.

Der Film ergründet die wechselvolle Geschichte des Grand Hotels und seiner Eigentümerfamilie im Spiegel der Geschichte der Domstadt. Bildstark nimmt die Dokumentation den Zuschauer mit hinter die Kulissen des Hotelbetriebs und beobachtet das bunte Treiben im Haus. Familie, Mitarbeiter und namhafte Gäste blicken auf besondere Ereignisse, schicksalhafte Begegnungen und amüsante Erinnerungen zurück. Historisches Filmmaterial macht die Geschichte des Hotels lebendig und zeigt, wie untrennbar es zum Kölner Stadtbild gehört.

Kölns Grand Hotel – Das Excelsior Hotel Ernst
Freitag, 16. Januar 2015, 20.15 Uhr, WDR
Samstag, 17. Januar 2015, 12.50 Uhr, WDR

Heute in der ARD: Ein Hauch von Freiheit

Ein Hauch von Freiheit

Ein Hauch von Freiheit

Heute Abend zeigt die ARD um 22.45 Uhr eine ganz besondere Dokumentation von uns, die die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg aus einer ganz neuen Perspektive beleuchtet:

Sie kamen nach Deutschland um das Land vom Rassismus zu befreien und zur Demokratie zu erziehen. Und das in einer Armee, die die Rassentrennung weiterhin konsequent praktizierte. Ein Krieg an zwei Fronten und ein Atemzug der Freiheit, der ihr Leben für immer verändern sollte.

„Ein Hauch von Freiheit“ erzählt die Geschichte afroamerikanischer GIs, die nach Ende des zweiten Weltkriegs in Deutschland stationiert waren. Vom deutschen Volk als Repräsentanten einer Siegermacht akzeptiert, erfuhren viele schwarze GIs zum ersten Mal eine Gesellschaft ohne die Trennung der Rassen, die in den Südstaaten gesetzlich verankert war, und in ganz Amerika praktiziert wurde. Dieser „Hauch von Freiheit“, wie Colin Powell diese Fügung des Schicksals nannte, war einer der Zündfunken der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Aber auch für die deutsche Bevölkerung markierte die Begegnung mit den afroamerikanischen GIs einen Neuanfang nach dem Krieg, waren sie doch die ersten, die den Deutschen wieder freundlich und aufgeschlossen begegneten.

BROADVIEW TV begleitet ehemalige GIs, Bürgerrechtler und prominente afroamerikanische Zeitzeugen wie Colin Powell oder John Lewis auf Ihrer Erinnerungsreise.

„Ein Hauch von Freiheit“, 14. Januar 2015, 22.45 Uhr, ARD

2014 – Der BROADVIEW-Jahresrückblick

2014 war ein ganz besonderes Jahr für BROADVIEW TV. Nicht nur lief unser zweiter Kino-Dokumentar-Film „Nowitzki. Der Perfekte Wurf.“ erfolgreich im Kino und wurde mit vielen Gaststars auf seiner Premiere gefeiert. Niemals zuvor liefen außerdem in einem Jahr so viele Dokumentationen von uns im Fernsehen. Darunter Produktionen wie „Breath of Freedom“ oder „Die Aldi-Story“, auf die wir sehr stolz sind und in die wir sehr viel Energie und Leidenschaft gesteckt haben.

Doch auch große historische Daten des Jahres wurden wieder einmal Teil unserer Firmengeschichte: Mit „Sarajevo – Der Weg in die Katastrophe“ und „Zug in die Freiheit“ konnten wir zwei viel beachtete Dokumentationen zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs und zur deutschen Wiedervereinigung vorlegen.

Die BROADVIEW-Redakteure erinnern sich an ihre Highlights aus einem der spannendsten Jahre unserer Firma:

1. Januar: Aufbruch in die Krise

Aufbruch in die Krise

Aufbruch in die Krise

In Zusammenarbeit mit den Kölner Stadt-Anzeiger eröffnen wir das Jahr mit unserer ersten großen Online-Dokumentation. In „Aufbruch in die Krise“ führen wir Material aus unseren Produktionen „1913 – Der Tanz auf dem Vulkan“ und „Sarajevo – Der Weg in die Katastrophe“ zusammen und erzählen interaktiv, wie es zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommen konnte. Mit „Aufbruch in die Krise“ besetzen wir bereits zu Beginn des Jahres eines der wichtigsten Themen für 2014 und wagen eine ganz neue Form der Dokumentation, die wir zu unserem Film „Zug in die Freiheit“ mit der Online-Story „Des Bürgers lange Reise“ im September noch einmal wiederholen sollen.

Sehen Sie hier unsere Online-Story „Aufbruch in die Krise“.

17. Februar: „Breath of Freedom“ im amerikanischen Fernsehen

Breath of Freedom

Breath of Freedom

Sogar die New York Times berichtet, als am 17. Februar unsere Dokumentation „Breath of Freedom“ auf dem amerikanischen Smithonian-Channel, der den Film koproduziert hat, zu sehen ist. „Breath of Freedom“, unsere erste amerikanische Co-Produktion, erzählt von schwarzen GIs, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland eine Gesellschaft kennenlernen, in der sie mehr Rechte als zu Hause haben.

BROADVIEW-Producer Lukas Hoffmann erinnert sich an die Produktion: „Im Laufe dieser doch recht aufwendigen Produktion sind wir vielen wundervollen Menschen begegnet. Ich denke, es war die letzte Chance die unglaubliche Geschichte dieser Veteranen festzuhalten. Der Film schlägt nicht nur eine wichtige transatlantische Brücke, er schärft die Sinne für die nach wie vor größten gesellschaftlichen Probleme: Rassismus und Diskriminierung. Gerade vor den aktuellen Ereignissen in den USA ist der Film relevanter denn je.“ 

Sehen Sie hier „Breath of Freedom“.

22. Februar/15. März/9. August: TOO young TO DIE geht in die zweite Staffel

Mit den Filmen „Natalie Wood – Die Macht der Prophezeihung“ (22.2.), „Wladimir Wyssozki – Zu viel Leben“ (15.3.) und „River Phoenix – Der scheue Star“ (9.8.) geht unsere Arte-Reihe „TOO young TO DIE“ in die zweite Staffel.

BROADIVEW-Redakteurin Annebeth Jacobsen mag die Reihe besonders: „Die Filme der 2. Staffel ,TOO young TO DIE’ waren für mich das persönlich Highlight des Jahres 2014. Es ist einfach eine wunderschöne Reihe, in der man sich mit viel Zeit und einem großen Maß an künstlerischer Freiheit der Geschichte einer einzelnen, faszinierenden Persönlichkeit widmen kann.“

Sehen Sie hier „Wladimir Wyssozki – Zu viel Leben“.

Sehen Sie hier „River Phoenix – Der scheue Star“.

19. März: Der seltsame Herr Gurlitt

Cornelius Gurlitt privat

Cornelius Gurlitt privat

Ganz nah am Puls der Zeit sind wir im März mit unserer Dokumentation „Der seltsame Herr Gurlitt“. Nur zwei Monate vor seinem Tod analysieren wir in dem Film die genauen Hintergründe des vermeintlichen Kunst-Skandals, der die Feuilltons wie kein anderes Thema in diesem Jahr beschäftigt.

Annebeth Jacobsen erinnert sich an die Produktion: „2014 begann für uns ziemlich turbulent: In Rekordzeit haben wir in den ersten Wochen des Jahres ,Der seltsame Herr Gurlitt’ für Arte produziert – Zeitzeugen und Experten angefragt, gedreht, geschnitten und bis zum letzten Tag immer weiter recherchiert. Dass der Film dann auch so differenziert in der Berichterstattung aufgenommen wurde, hat uns besonders gefreut.“

Sehen Sie hier „Der Seltsame Herr Gurlitt“.

28. April: Sarajevo – Der Weg in die Katastrophe

100 Jahre Erster Weltkrieg. Angeheizt durch den Sachbuch-Bestseller „Die Schlafwandler“ von Christoper Clark wird in allen Medien der Ausbruch des ersten großen Krieges unserer Zeit diskutiert. Mit dem Film „Sarajevo – Der Weg in die Katastrophe“, in dem wir das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand in aufwendigen Animationen rekonstruierten, leisten wir unseren Diskussions-Beitrag.

BROADVIEW-Redakteur Thorben Bockelmann: „Geschichte wiederholt sich. 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs steigen plötzlich die politischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Die Recherche zum ZDF-Dokumentarfilm ,Sarajevo – Der Weg in die Katastrophe’ und die politischen Auseinandersetzungen führte uns 2014 vor Augen, wie wichtig es ist, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und das Frieden auch in Europa keine Selbstverständlichkeit ist.“

 20. Juni: BROADVIEW lädt zum Emmy-Cocktail

Auch in diesem Jahr veranstalten wir den traditionellen „Emmy-Cocktail“, bei dem die deutschen Jurys für den International Emmy tagen. Der WDR berichtet:

Lokalzeit aus Köln Emmy from BROADVIEW TV on Vimeo.

5. August: Königliches im ZDF

In unserer Reihe „Königliche Dynastien“ gehen wir im August den Spuren der russischen Herrscherdynastie Romanow nach.

Thorben Bockelmann über „Königliche Dynastien – Die Romanows“: „Russland und die Zarenfamilie. Eine Reise, die uns viele hundert Jahre tief in die Geschichte des Russischen Zarenreichs, zurückführte. Eine Geschichte reich an Glanz, Ruhm und Legenden aber auch geprägt von Armut, Unterdrückung und Krieg.  Es waren diese Gegensätze die uns sowohl faszinierten als auch erschaudern ließen. ,Königliche Dynastien – Die Romanows’ ist ein Film über das einst mächtigste Land der Erde und über die Vergänglichkeit von Macht.“

Sehen Sie hier „Königliche Dynastien – Die Romanows“.

16. September: „Der Perfekte Wurf“ in Köln

Nowitzki Poster

Das offizielle Plakat zum Kinostart am 18. September

Das BROADVIEW-Highlight des Jahres. Mit „Nowitzki. Der Perfekte Wurf.“ startet nach „KLITSCHKO“ unsere zweite große Sport-Kino-Dokumentation. Zur Premiere im Cinedom in Köln finden sich viele Prominente am roten Teppich ein: Darunter auch die Mannschaft des 1. FC Kölns und die Dallas Mavericks. Auch Dirk Nowitzki selbst ist mit seiner Familie zu Gast, nachdem er stolz seinen Kino-Film in Sendungen wie „TV Total“ oder der „Sportschau“ promotet hat.

Presse und Publikum nehmen den Film begeistert auf:

Ein mitreißender Dokumentarfilm (…). (…) Der Perfekte Wurf erzählt viel Privates über Dirk Nowitzki. Aber vor allem hat Der Perfekte Wurf das, was ein Sportlerportrait packend macht: Spannung, Versagen, herbe Niederlagen und Triumphe. (…) Dieser Kerl mit Schuhgröße 54: Ein echter Sympathieträger. Auch wenn er kein bisschen singen kann.

(ZDF ASPEKTE)

„Seinen“ Film hat Nowitzki noch nicht in voller Länge gesehen. Er weiß noch nicht, was NBA-Größen wie Kobe Bryant, Steve Nash, Michael Finley, seine Eltern, ehemalige Wegbegleiter, seine Frau Jessica und sein Mentor, Manager und Förderer Holger Geschwindner über ihn erzählen. „Das hebe ich mir auf, ich will den Film zusammen mit den Fans sehen“, erklärte Deutschlands bester Basketballer.

(Focus Online)

Diesen erstaunlichen Aufstieg von “Dirkules” beschreibt der Film mit eindringlichen Szenen und Interviews.

(sueddeutsche.de)

3. Oktober: Ein Zug zum Mauerfall

Zug in die Freiheit

Zug in die Freiheit

25 Jahre Mauerfall. Mit „Zug in die Freiheit“ nähern wir uns dem Thema von einer ganz besonderen Seite an. Zum ersten Mal wird ausführlich die Geschichte der Botschaftsflüchtlinge erzählt, die 1989 aus der Prager Botschaft in Zügen durch die DDR nach Westdeutschland flohen. Der Film erregt viel Aufmerksamkeit und wird unter anderem auch auf Wunsch von Angela Merkel auf der CDU-Veranstaltung „Wie erinnern wir? 25 Jahre nach dem Mauerfall“ gezeigt. Durch den Film „Mein Zug in die Freiheit“ und die Online-Story „Des Bürgers lange Reise“ bekommt die Dokumentation sogar zwei Ableger.

BROADVIEW-Redakteurin Nadja Lischewski begleitete die komplette Produktion dieser außergewöhnlichen Dokukemtation. Sie erinnert sich: „ Für das Projekt ,Zug in die Freiheit’ habe ich mit vielen Menschen sprechen dürfen, die einen der bedeutendsten Momente der deutsch-deutschen Geschichte miterlebt haben: Ehemalige Botschaftsflüchtlinge haben mir erzählt, wie es sich anfühlte, als  Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der Botschaft die Rede hielt, deren letzte Worte im Jubel untergingen. Diplomaten haben beschrieben, wie sie die vorangegangenen Verhandlungen erlebt haben und wie es sich anfühlte, schließlich einen der Züge durch die DDR zu begleiten. Familien haben mir erzählt, wie sie sich bei der Flucht  aus der DDR verloren und schließlich am Bahnhof in Hof wiedergefunden haben. Und drei Männer, die damals in der DDR auf einen der Züge aufgesprungen sind, haben sich durch unseren Film nach 25 Jahren zum ersten Mal wiedergesehen.  All diese und viele weitere Geschichten in dem Film zu einer großen Geschichte verschmelzen zu sehen, war mein schönster Jobmoment 2014.“

Sehen Sie hier „Zug in die Freiheit“.

Hier geht es zum Online-Projekt „Des Bürgers lange Reise“.

9. Dezember: Die Aldi-Story

Die Aldi-Story

Die Aldi-Story

Unsere letzte große Dokumentation im Jahr 2014 heißt „Die Aldi-Story“. So detailliert wie in keinem Film zuvor blicken wir hinter die Entstehungsgeschichte und die Mechanismen des Aldi-Konzerns.

BROADVIEW-Redakteurin Vera Bertram betreute das Projekt: „Die Aldi-Story: Das war für mich vor allem ein großartiges Beispiel dafür, was sich mit einem tollen Team gemeinsam realisieren lässt – trotz aller Hürden, die sich während so eines Projekts zwangsläufig auftürmen. Wenn am Ende nach monatelanger Arbeit das Sendeband ausgespielt wird, ist das immer wieder ein geradezu magischer Moment.“

 

Wir danken allen unseren Zuschauerinnen, Zuschauern, Partnerinnen und Partnern für die tolle Zusammenarbeit im Jahr 2014 und wünschen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Auch 2015 warten wieder viel spannende Themen und Geschichten auf uns!

Die Aldi-Story – Karl und Theo Albrecht

Morgen zeigt das ZDF um 20.15 Uhr unsere Dokuementation „Die Aldi-Story – Karl und Theo Albrecht“. Noch nie ist ein Doku-Team den reichsten Brüdern Deutschlands so nah gekommen.

17.10.2014, Die ALDI-Geschichte

Was Weggefährten unter anderem über die Brüder Albrecht zu sagen haben:

„Das sind zwei wahnsinnig faszinierende Menschen: Sie haben das Einkaufsverhalten, das Essverhalten bis hin zur Mentalität der Deutschen geprägt. Trotzdem weiß man nichts über sie. “ Susanne Amann, „Spiegel“-Journalistin

„Das war schon – in Anführungszeichen – fast mafiös, diese Art und Weise, sich von der Welt abzuschotten und gleichzeitig sie zu erobern.“ Rolf-Herbert Peter, „Stern“-Journalist

„Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich Herrn Theo Albrecht irgendwann mal aus Herzen voll habe lachen hören.“ Eberhard Fedtke, ehemaliger Aldi-Manager

17.10.2014, Die ALDI-Geschichte

„Eine der ersten Verkäuferinnen der Aldi-Brüder war Helga Schimanski und die erzählte Jahre später, dass ihr Mann um diese Zeit irgendwann mal etwas pikiert nach Hause kam. Er hatte für die Aldi-Brüder eine Lastwagenfuhre übernommen und kam heim und sagte: ,Helga, stell dir vor, heute ist mir was total komisches passiert: Der Theo Albrecht hat mich plötzlich gesiezt, dabei saßen wir doch gemeinsam in einer Klasse‘.“ Susanne Amann, „Spiegel“-Journalistin

„Vielleicht ist es auch eines der Erfolgsgeheimnisse von Aldi insgesamt gewesen, dass es, obwohl die beiden sich nicht offen bekämpft haben, es trotzdem so eine Brüderkonkurrenz war. Keiner wollte eigentlich, dass der andere erfolgreicher war.“ Mathias Müller von Blumencron, „FAZ“-Journalist

„In der Gebärdensprache wird Aldi so gebärdet, als würde sich jemand ein Kopftuch umlegen. Also, das Kopftuch, was eben auf dem Kopf liegt und unten gebunden wird. Das beschreibt das. Ich vermute, dass das noch zu der Zeit entstanden ist, als gehörlose Menschen bei Aldi beobachtet haben, dass viele Frauen mit Migrationshintergrund mit Kopftuch dort einkaufen gegangen sind.“ Bastienne Blatz, Gebärdendolmetscherin

„Was mir am ersten aufgefallen ist, mit welcher bewundernswerten Ruhe er die Entführung überstanden hat. Und danach auch unverändert zurückkam. Also, das hätte man gar nicht geglaubt, nicht? Andere Leute, die sind dann, ja gebrochen, die haben äußere Anzeichen, die zittern mit den Händen. Der Theo ist zurückgekommen, als wenn nichts gewesen wäre. Das war bewundernswert.“  Eberhard Fedtke über die Entführung von Theo Albrecht Anfang der 70er Jahre

 

„Die Aldi-Story – Karl und Theo Albrecht“, ZDF, 9. Dezember, 20.15 Uhr

Die ambivalenten Figuren hinter Aldi

Die Aldi-Story

Die Aldi-Story

Aldi ist mehr ein Supermarkt. Hinter den beliebten Discount-Läden verbergen sich zwei komplizierte und faszinierende Geister. Diesen Eindruck gewannen wir, als wir im Auftrag des ZDF eine Dokumentation über die beiden Aldi-Gründer Theo und Karl vorbereiteten. Als erste Produktionsfirma wollten wir einen Film drehen, der die beiden Milliardäre, die reichsten Deutschen unserer Zeit, entmystifiziert. Zu Lebzeiten hielten sich die Brüder Albrecht immer aus der Öffentlichkeit fern. Kaum jemand wusste, wer sie sind. Doch sie wurden bewundert für ihren Geschäftssinn und hatten gleichzeitig den Ruf, geizig und übermäßig abweisend Mitarbeitern gegenüber zu sein.

Die Brüder Albrecht zu charakterisieren war eine der schwersten Aufgaben, der wir uns in unserer Firmengeschichte gestellt haben. Dennoch haben Sebastian Dehnhardt und  Manfred Oldenburg (der u.a. schon für unsere Dokumentationen „Drei Leben: Axel Springer“ oder „Sarajevo – Der Weg in die Katastrophe“ verantwortlich zeichnete) und ihr Team ein Porträt über zwei Männer geschaffen, die in dem unglaublichen Konflikt lebten, gleichzeitig mysteriös und bodenständig zu sein.

Wir sind stolz, dass unser Filmteam das erste ist, das es geschafft hat, mit der Familie Albrecht zusammenzuarbeiten. Die hat für das Projekt umfangreiches Fotomaterial zur Verfügung gestellt: Wir sehen die jungen Albrechts 1938 und 1939 im Kreise ihrer Eltern und im Schonnebecker Laden – der Keimzelle des Aldi-Imperiums. Schlüsselszenen ihres Lebens werden durch aufwendige Reenactments inszeniert. Mit Eberhard Fedtke und Dieter Brandes geben enge Mitarbeiter intime Einblicke in das Wesen und den Charakter ihres Chefs Theo Albrecht. Über die Anfänge berichtet  eine der ersten Verkäuferinnen der beiden Brüder, Hildegard Steinweg, die in den 50er Jahren für die Albrechts arbeitete.

Entstanden ist ein höchst emotionales Porträt über zwei sehr ambivalente Charaktere. Eine Dokumentation, die uns herausgefordert hat und auch den Zuschauer herausfordern wird.

„Die Aldi-Story – Karl und Theo Albrecht“, ZDF, 9. Dezember, 20.15 Uhr